Bauchschmerzen – wann muss ich ins Krankenhaus?
Notfall-, internistische und chirurgische Rundumversorgung in der Klinik Bogen
Bauchschmerzen - ein häufiges Symptom, das jeder kennt. Oft sind die Beschwerden harmlos, manchmal schwerwiegend, in einigen Fällen sogar lebensbedrohlich. Doch wie kann der Laie unterscheiden, ob Hausmittel wie Wärmflasche oder Bettruhe ausreichend sind, oder ob eine Vorstellung beim Hausarzt oder gar der Weg in die Notaufnahme die richtige Wahl ist?
„Die Entscheidung ist oft schwierig," stellt Chefarzt Dr. med. Mathias Grohmann von der Klinik Bogen fest. „Man möchte gerne auf Nummer sichergehen und die eigene Gesundheit nicht aufs Spiel setzen. Andererseits würde ein ungefiltertes Aufsuchen der Kliniken die ohnehin bereits stark frequentierten Notaufnahmen zunehmend überlasten", schildert der Internist und Gastroenterologe.

Bild (aufgenommen von Elisabeth Landinger): Eine Bauchultraschalluntersuchung durch Chefärztin Susanne Konrad, Interdisziplinäre Notaufnahme, mit den Chefärzten der Inneren Medizin und Gastroenterologie Dr. med. Mathias Grohmann (stehend) und Allgemein- und Viszeralchirurgie Dr. med. Torsten Brückner (sitzend).
Auslöser des Schmerzes
Die Ursachen von Bauchschmerzen sind laut Dr. Grohmann vielschichtig und reichen von Blähungen und Völlegefühl nach einer vielleicht zu üppigen Mahlzeit bis hin zu beispielsweise einem lebensgefährlichen Darmverschluss. Auch Entzündungen von Gallenblase oder Bauchspeicheldrüse, Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüre sowie ein eingeklemmter Leistenbruch können heftige Beschwerden bereiten. „Manchmal führen auch akute Erkrankungen von Organen, die sich nicht im Bauchraum befinden, zu starken Bauchschmerzen, so zum Beispiel ein Herzinfarkt oder ein Einriss in der Brustschlagader", gibt Dr. Grohmann zu bedenken. Warnsymptome, die das Aufsuchen der Notaufnahme in aller Regel notwendig machen, sind zum Beispiel starke, kaum erträglich Bauchschmerzen. „Man spricht dann von einem sogenannten Vernichtungsschmerz, der die Patienten oftmals zu einer Schonhaltung mit angezogenen Beinen zwingt", beschreibt der Chefarzt. Begleitende Beschwerden wie hohes Fieber, Schweißausbrüche, Atemnot, Kollaps und rasche Verschlechterung des Allgemeinzustandes seien ebenfalls ernstzunehmende Hinweise auf eine schwerere Erkrankung. Auch eine verhärtete Bauchdecke, seit Tagen ausbleibender Stuhlgang und anhaltendes Erbrechen sollten ernst genommen werden.
Vorgehensweise bei Akutbeschwerden
„Um Notfallpatienten zügig im Krankenhaus versorgen zu können, ist es wichtig, sorgsam mit den Ressourcen umzugehen", betont Dr. Grohmann. Bei leichteren Beschwerden rät er zunächst, den Weg zum Hausarzt einzuschlagen. Patienten mit starken Schmerzen sollten die Klinik aufsuchen.
In der interdisziplinären Notaufnahme der Klinik Bogen sowie in den Abteilungen Innere Medizin und Allgemein-, Viszeral- und minimal invasive Chirurgie kümmern sich Internisten und Chirurgen rund um die Uhr neben vielen anderen Krankheitsbildern auch um akute Bauchschmerzen. Durch eine zeitnahe Diagnostik, meist bestehend aus Arzt-Patienten-Gespräch, körperlicher Untersuchung, Laboruntersuchungen und Ultraschall kann oft bereits in der Notaufnahme die Diagnose gestellt werden. Sollten weitere Untersuchungen wie Röntgen, Computer- oder Kernspintomographie oder eine Magen- bzw. Darmspiegelung notwendig sein, ist dies alles in der Klinik Bogen durch erfahrene Spezialisten möglich. Natürlich ist auch die Gabe von Schmerzmitteln fester Bestandteil bei der Behandlung von Bauchschmerzen. Sollte eine Notfalloperation notwendig sein, kann diese an jedem Tag der Woche rund um die Uhr durchgeführt werden.